07 Oktober 2006

Blick auf Afghanistan und den dortigen Drogenhandel


Die hier abgebildete Aufnahme stammt von der jüngsten NATO-Konferenz im slowenischen Badeort Portoroz Ende September. Wie man sich angesichts der Blutbäder im Irak, in Afghanistan, das Thema der Tagung war, und soeben wieder im Libanon, angesichts zerfetzter, verbrannter und gefolterter Toter, irakischer Missgeburten, deren Grauen dasjenige der vietnamesischen in einem noch nie dagewesenen Ausmass übersteigt, derart lachend zur Schau stellen kann, zeugt für meine Begriffe von einer unsagbaren Primitivität, die keinen Gedanken an Mitleid aufkommen lässt. Ganz offensichtlich fühlen sich die Verteidigungsminister sehr sicher. Der Grund hierfür dürfte darin liegen, dass sie von höchster Stelle protektoniert sind, und das wäre, wie aus einem Gespräch mit der wahrscheinlich renommiertesten Völkerrechtlerin Serbiens, Smilja Avramov, hervorgeht, die Trilaterale Kommission. Laut Avramov entscheidet diese alles. Sie sieht sie »als Weltregierung im Wartestand, mit dem einen Ziel: die Global Governance, die Weltherrschaft ohne Regierungen. Auf den Tagungen der Trilateralen Kommission werden die jeweils aktuellen globalen Probleme verhandelt und dazu entsprechende Beschlüsse gefasst, wie etwa 1991 diejenigen zur Zerschlagung Jugoslawiens. Bei den Bilderberger-Konferenzen, diese Gruppierung weist weitgehend dieselben Mitglieder wie die Trilaterale Kommission auf, fallen«, so Avramov, »die Entscheidungen pro forma, aber diese müssen vordiskutiert werden; und dafür ist die 1973 von David Rockefeller und dem Council on Foreign Relations gegründete Trilaterale Kommission da. Zum Beispiel war bei einem europäischen Treffen der Kommission im Herbst 2004 in Berlin das Verhältnis zu Russland ein grosses Thema. Die Mitglieder schliessen die Adressen aus der Welt des Kapitals ein: Der bereits erwähnte Multimilliardär David Rockefeller, der ehemalige US-Zentralbankchef Paul A. Volcker, der ehemalige BRD-Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff [von 1992 bis 2001 Vorsitzender der europäischen Sektion; er war in den siebziger Jahren in die sogenannte ?Parteispendenaffäre? verwickelt und wurde 1987 wegen Steuerhinterziehung verurteilt], japanische Wirtschaftsführer, Zbigniew Brzezinski, Richard Holbrooke, Henry A. Kissinger, Paul D. Wolfowitz, Josef Ackermann von der Deutschen Bank, Kurt Biedenkopf, Horst Köhler, vormals IWF-Generaldirektor, etc.« * Insofern folgert man sicherlich nicht zu Unrecht, dass zahlreiche für die Kriege verantwortliche resp. diese mittragende hohe Regierungs- und NATO-Mitglieder von der Trilateralen Kommission ausgesucht, vorgeschlagen und in der Folge deren Wünschen gemäss ernannt werden. Man geht auch vermutlich in der Annahme, dass die so Gewählten dazu verpflichtet werden, nichts gegen die Rüstungsindustrie und nichts gegen geplante Kriege zu unternehmen, nicht fehl, wofür der unter der Bezeichnung A Clean Break - ein klarerer Bruch - im voraus konzipierte Libanonkrieg erneut ein beredtes Beispiel ist. Das dürfte auch erklären, wieso ein extrem hoher Anteil der den Entwicklungsländern gewährten Kredite unentwegt in die Waffenkäufe rinnt und dadurch der Bildung und Gesundheit - für die wir dann von Fall zu Fall noch gesondert aufzukommen haben - entzogen wird. mehr...

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