22 März 2007

Hochverrat

Die Tageskommentare von Michael Winkler

Unsere über alles geliebte größte und bestgekleidete Bundeskanzlerin aller Zeiten hat in Polen ganz frech erklärt, daß Deutschland die Geschichte nicht umdeuten wird. Ich glaube zwar nicht, daß die Kanzlerin weiß, was sie da gesagt hat, aber sie hat für diesen Satz meine uneingeschränkte Zustimmung.

Also, deuten wir die Geschichte nicht, sondern halten uns an die Fakten. Zum Ende des zweiten Weltkriegs wurde von polnischer Seite unter völliger Mißachtung des Völkerrechts die größte ethnische Säuberung aller Zeiten durchgeführt, verbunden mit einer vollständigen Enteignung und Beraubung der Vertriebenen. Weder für die Vertreibung noch für den Raub wurde von polnischer Seite in irgendeiner Form Entschädigung oder gar Wiedergutmachung geleistet, selbst eine einfache Entschuldigung steht noch aus.

Es freut mich, daß die Kanzlerin so vehement die üblichen Deutungsversuche ablehnt, wonach ein gewisser Adolf Hitler daran schuld sei oder gar das deutsche Volk. Die Ausraubung und Vertreibung hat weder Adolf Hitler noch "das deutsche Volk" betroffen, sondern vor allem Frauen und Kinder, die dort gewohnt haben. Unschuldige Frauen und Kinder, die auf ihrer Flucht von Polen und Russen als Freiwild behandelt wurden. Die Vertreibung mit ihren Millionen Toten fand nach dem Krieg statt, im Rahmen einer Besetzung, einer Annexion ohne Friedensvertrag.

Die Regierung Brandt und nach ihr die Regierung Kohl hat im Rahmen verschiedener Verträge die polnische Westgrenze bestätigt, die Oder-Neiße-Linie. Das bedeutet für mich, daß die Polen westlich dieser Linie absolut nichts verloren haben und keinerlei Mitspracherecht besitzen, auch nicht deren regierende Brüder Katz. Was westlich dieser Grenze passiert, geht keinem Polen etwas an. Das wollten die Polen so haben, das wurde ihnen zugesichert.

Was bis jetzt noch nicht geregelt ist, ist die deutsche Ostgrenze.

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