09 März 2007

Das Weißbuch


Über ein halbes Jahrhundert die Wahrheit verschwiegen!
Das Weißbuch
von Berndt zu Kollwitz-Seldte
ISBN 3-00-006496-9 – € 27,55 – Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand
Leseprobe:

Einleitung des Reichsaußenministers

Der Blick des deutschen Volkes ist unter der Führung Adolf Hitlers in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit gerichtet. Aber der uns aufgezwungene Kampf, den wir jetzt um das künftige Schicksal Deutschlands durchfechten, macht es zur gebieterischen Notwendigkeit, uns in jedem Augenblick bewußt zu bleiben, wie es zu diesem Kampf gekommen ist und wo seine letzten Ursachen zu suchen sind. Das liegt zwar für jeden, der sehen will, seit langem offen zutage und ist von maßgebender deutscher Seite schon oft genug, vor allem durch die Reden unseres Führers, öffentlich klargestellt worden. Da aber die verlogene Propaganda unserer Feinde beharrlich bemüht ist, den wahren Sachverhalt immer wieder zu verschleiern und die Weltöffentlichkeit sowohl über die Ursachen des Krieges als auch über die von ihnen verfolgten Ziele irrezuführen, ist es wichtig, durch authentische amtliche Dokumente noch einmal den unwiderleglichen Nachweis zu erbringen, daß es ausschließlich und allein England war, das den Krieg verschuldet und ihn gewollt hat, um Deutschland zu vernichten.

Nachdem das Auswärtige Amt bereits unmittelbar nach Kriegsausbruch in einem Weißbuch die Urkunden veröffentlicht hat, die über die letzte Phase der deutsch-polnischen Krise Aufschluß geben, legt es nunmehr eine umfangreichere Sammlung von Dokumenten vor, die sich nicht auf die dem Kriegsausbruch unmittelbar vorhergehende Zeit beschränken, sondern die wesentlichsten politischen Ereignisse umfassen, aus denen sich zunächst der Konflikt mit Polen und dann der Konflikt mit England und Frankreich entwickelt hat.

Die 482 Dokumente, die in den Anlagen abgedruckt sind, sprechen eine so deutliche Sprache, daß sie keines Kommentars bedürfen. In ihrer diplomatischen Nüchternheit geben sie ein unmittelbares und ungeschminktes Bild von der politischen Entwicklung der letzten Jahre, ein Bild, das auch den, der diese Entwicklung in nächster Nähe miterlebt hat, immer wieder von neuem erschüttert und aufrüttelt. Sie zeigen den systematischen Ausrottungskampf, den die Polen seit dem Weltkrieg gegen das Deutschtum in Polen und gegen Danzig geführt haben; sie zeigen das großzügige und unendlich geduldige staatsmännische Bemühen des Führers, die deutsch-polnischen Beziehungen auf eine dauerhafte, den Interessen beider Teile gerechtwerdende Grundlage zu stellen; sie zeigen demgegenüber die kurzsichtige Verständnislosigkeit der polnischen Machthaber, die die ihnen von Deutschland immer wieder gebotene Möglichkeit, zu einem endgültigen Ausgleich zu kommen, zunichte machen. Vor allem aber sehen wir, wie unmittelbar nach der Konferenz von München der Kriegswille Englands immer deutlicher offenbar wird, und wie die Britische Regierung dann schließlich die von ihr selbst absichtlich herbeigeführte Verblendung der Polnischen Regierung benutzt, um den seit langem geplanten Krieg gegen Deutschland zu entfesseln. Zwar würde es, um das heuchlerische und frevelhafte Vorgehen der englischen Politik in seinem ganzen Umfang zu entlarven, einer Darstellung der gesamten Nachkriegszeit bedürfen, in der sich England jedem Versuche Deutschlands, sich aus den Fesseln des Versailler Diktats zu befreien, hemmend in den Weg gestellt und jede Möglichkeit, die Revision dieses Diktats auf dem Verhandlungswege herbeizuführen, immer wieder vereitelt hat. Aber es genügt, an Hand der in diesem Weißbuch zusammengestellten Dokumente die kurze Epoche seit dem Herbste 1938 ins Auge zu fassen, um zu erkennen, daß England von vornherein entschlossen war, mit Gewalt den Weg des Führers zu durchkreuzen, dessen genialer Staatskunst es gelungen war, schlimmste Verbrechen von Versailles ohne jedes Blutvergießen und ohne jeden Eingriff in die Interessen Englands zu beseitigen, und der in der gleichen Weise auch eine friedliche Lösung der deutsch-polnischen Frage erzielt haben würde, wenn England nicht Polen als Werkzeug seines Kriegswillens mißbraucht und durch diese verbrecherische Politik Europa in den Krieg gestürzt hätte.

Diese für immer feststehende historische Tatsache ist aufs neue dadurch erhärtet worden, daß England das großzügige letzte Friedensangebot, das ihm der Führer noch einmal in seiner Reichstagsrede vom 6. Oktober gemacht hat, mit einer unverschämten und beleidigenden Herausforderung Deutschlands beantwortet hat. Im unerschütterlichen Bewußtsein seines Rechts und in unbeirrbarer Überzeugung seines Endsieges hat das deutsche Volk diese Herausforderung angenommen und wird nun die Waffen nicht früher aus der Hand legen, als bis es sein Ziel erreicht hat. Dieses Ziel ist: Die militärische Vernichtung der Gegner und dann die Sicherstellung des dem deutschen Volke zukommenden Lebensraumes gegen jede zukünftige Bedrohung.

Berlin, den 3. Dezember 1939.

von Ribbentrop
Reichsminister des Auswärtigen

Und nun: Ein Reisebericht aus unseren Tagen

Kriegsausbruch 1939

Während meiner ausgedehnten Polenreisen von 1981 bis 1989 von Danzig bis Auschwitz hatte ich Gelegenheit mit einer Anzahl von Polen zu sprechen, welche den Krieg und den Kriegsausbruch in Polen erlebt haben. Mir wurden neben Schilderungen auch Bilder und Dokumentationen überlassen.
Gerade in Danzig, wo ich u.a. auch mit Walensa zusammentraf, wurde mir folgendes zum Kriegsausbruch 1939 gesagt und teilweise auch mit Bildern dokumentiert:
Die polnische Armee hätte über den Danziger Freihafen seit 1934 kontinuierlich Waffen-lieferungen aus den USA und GB erhalten. Dieses wäre eindeutig gegen die Statuten der Freien Stadt Danzig gerichtet gewesen und das Deutsche Reich hätte sich beim Völkerbund in Den Haag (League of Nations) darüber beschwert. Die polnische Regierung hätte aber gefordert, daß die Waffenanschiffung noch erhöht würden und die Lieferanten USA und GB wären diesem Wunsch auch nachgekommen. Die Polen hätten nun zusätzlich die Westernplatte befestigt und zum Fort ausgebaut. Das Deutsche Reich habe nun erneut Klage beim Völkerbund erhoben. Etwa 1938 seien die Polen vom Völkerbund aufgefordert worden, die Festung zu schleifen und den Mißbrauch des Hafens zu unterlassen. Daraufhin habe Polen den Völkerbund verlassen.
Die Reichsregierung hätte daraufhin immer wieder versucht die polnische Regierung von dem rechtswidrigen Tun abzuhalten. Im Gegensatz zu diesen diplomatischen Bemühungen des Reiches machte Polen 1939 gegen Deutschland mobil. Angeblich sollen im Raum Warschau bis Krakau 6 Millionen Soldaten zu einem Erstschlag zusammengezogen worden sein. In Warschau sollen Spruchbänder mit der Aufschrift "In 6 Tagen sind wir in Berlin" gehangen haben.
Die “Schleswig Holstein” sei in den Danziger Hafen eingelaufen und deren Kapitän hätte am 1.9.1939 bis 4.00 Uhr in der Frühe versucht, den Festungskommandanten zu bewegen, die Festung zu schleifen, um einen möglicherweise zum Weltkrieg eskalierenden Krieg zu verhindern. Als der polnische Kommandeur wiederholt ablehnte gab Hitler in einem Telefongespräch mit dem Kapitän um 4.00 Uhr den Befehl, die Festung zu zerstören. Gleichzeitig marschierte die Wehrmacht in Polen ein, da Massaker an den Deutschen zu befürchten waren.
In Anbetracht der derzeitigen US-Sicherheitsmaßnahmen in Relation zu obigen Ausführungen wären die Reaktionen des Deutschen Reiches angemessen und eher moderat gewesen. Die Kriegsschuld liegt dann einmal mehr bei Roosevelt.

Miami, den 24.04.2005
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