02 Oktober 2007

Gibt es einen Ausweg?

Wer recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben.
Aristoteles


Zur Situation
Wenn Sie dem Bild der Medien folgen, dann ist vieles sehr schlimm auf unserer Welt. Dabei sind in den üblichen Nachrichten hauptsächlich Auslandsnachrichten zu sehen. Da stellt sich doch die Frage, ob das denn wirklich so ist, wie es dargestellt wird? Waren Sie vor Ort und haben sich selbst einmal umgeschaut? Sicher eher nicht und so sind Sie darauf angewiesen das zu glauben, was Ihnen serviert wird. Meist ist dies, wie im gesamten Medienspektrum geprägt von Katastrophen, Kriegen und jeder Menge Gewalt und Verbrechen. Sie hören zur besten Sendezeit, daß in Taiwan ein Busunglück 20 Tote gefordert hat oder, daß es in Malaysia einen Brand in einer Diskothek gegeben hat. Dies ist für Ihr Leben so wichtig, daß leider keine Zeit mehr bleibt darüber zu berichten, daß ein Straße weiter jemand zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt worden ist, nur weil dieser Mensch eine Meinung geäußert hat, die nicht gewünscht ist. Auch für das Drama im Nachbarhaus, wo sich eine Hartzgespeiste das Leben genommen hat, weil sie nicht mehr wusste, wie sie ihre Stromabrechnungsnachzahlung zahlen sollte, findet bei so vielen wichtigen Nachrichten keinen Raum mehr. Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, daß es nur sehr wenige schöne Nachrichten gibt?

Das hat System, denn bei Ihnen speichert sich so ganz nebenbei ein düsteres Bild unserer Welt im sogenannten Unterbewußtsein ab. Sie kommen schnell zu der Meinung, daß Sie gegenüber so viel Ungerechtigkeit und "Macht" keine Möglichkeit haben etwas zur Verbesserung beizutragen. Das macht Sie wütend. Dumm nur, daß Sie scheinbar nur begrenzte Möglichkeiten haben diese Wut in Kreativität zu verwandeln. Obendrein werden Sie anderen Menschen gegenüber mißtrauisch, was die Kommunikation wirkungsvoll einschränkt und oft zu Einsamkeit führt.

Normale Folgen
Das sonnige Gemüt ignoriert all das und tut so als wenn alles in Ordnung ist. Der eher passive Charakter schimpft auf all diese Dinge und fühlen sich klein und hilflos. Der eher aktive Typ geht auf Demonstrationen und wendet seine Energie gegen den vermeintlichen Gegner oder Notstand. Der eher aggressive Typ schlägt den erst besten Menschen einfach zusammen oder hinterlässt sinnlose Verwüstungen in seiner Umwelt.

Was geschieht in dieser Folge? Es erfolgt eine entsprechende Reaktion der Staatsmacht. Sie werden, in Anlehnung Ihrer Aktivität mehr oder weniger heftig sanktioniert. In dieser Folge verstärkt sich Ihre Wut und nicht selten kommt es dann in der Folge zu einer weiteren Eskalation. Dies ist dann wieder Grund noch mehr Polizei einzustellen, noch mehr Gesetze zur Beschneidung Ihrer Freiheit zu verfassen und weiter in Ihren privaten Bereich einzudringen. Was haben Sie nun gekonnt? Wohl eher nichts. Für den sonnigen Gemütstypen dagegen tut sich nicht viel, denn dieser schwebt quasi über den Dingen.

Der Ausweg Phase 1
Sie schalten alle Medien für mindestens 6 Wochen ab und lesen während dieser Zeit auch keine Zeitungen. Wenn Sie dabei die aufkommenden Entzugserscheinungen, welche durchaus mit Nikotinsucht Ähnlichkeiten haben können überwunden haben, dann suchen Sie sich, entsprechend Ihrer Interessen Bücher oder stöbern in dem riesigen Informationspool des Internets. Meiden Sie dabei auf jeden Fall aktuelle Nachrichten aus den üblichen Medienquellen.

Sie werden schnell eine neue Welt entdecken und vor allem fängt Ihr Gehirn an anders zu arbeiten. Ja, es fängt jetzt tatsächlich an zu arbeiten. Sie werden sich deutlich besser fühlen. Nun ist es an der Zeit andere Menschen oder Gruppen zu finden, die genau wie Sie am Aufwachen sind und begonnen haben die Welt mit anderen, klareren Augen zu sehen. Treten Sie endlich einmal persönlich in Kommunikation mit echten anderen Menschen, anstatt das im TV die Teilnehmer einer Talkshow machen zu lassen. Gehen Sie bei der Kommunikation offen auch mit anderen Standpunkten um und lassen Sie es nicht zu, daß sich Glaubenssätze dieser Kommunikation in den Weg stellen. Glaubenssätze sind die Folge von fehlendem Wissen und in der Regel von außen künstlich eingepflanzt oder übernommen. Halten Sie sich im Zweifel zurück und bereiten sich lieber auf die nächste Gelegenheit besser vor, indem Sie zu dem betreffenden Thema zusätzliche Informationen zu Rate ziehen. Lassen Sie es auch zu, daß Ihr Gegenüber tatsächlich über bessere Informationen verfügt als Sie. Es gibt hier nichts zu verlieren, sondern Sie kommen im schlimmsten Fall der Wahrheit näher, und das ist wiederum ein Gewinn. Es ist auch völlig in Ordnung zu der Entscheidung zu kommen, daß dieser Mensch im Augenblick nicht in Ihr aktuelles Streben passt und eine weiter Kommunikation derzeit keinen Sinn macht.

Um so länger Sie dies machen, um so mehr wird sich Ihr Weltbild verändern. Ihnen werden Dinge auffallen, die Sie sonst nicht bemerkt haben. Sie werden neue Sichtweisen kennen lernen und sich endlich Ihre eigene Meinung bilden können. Besuchen Sie so viele wie mögliche verschiedene Informationsveranstaltungen um heraus zu finden, was Sie wirklich interessiert. Wenn Sie dann etwas passendes gefunden haben, gehen Sie in die Tiefe und ergründen den von Ihnen gewählten Bereich. Oder machen Sie einfach mal etwas, was Sie sonst nicht gemacht haben oder was Sie schon lange mal machen wollten, es aber bisher nicht geschafft haben. Gehen Sie neue Wege, auch wenn Sie noch nicht absehen können wohin Sie das führt.

Vor allem aber, meiden Sie während dieser Zeit Ihre alten Kontakte, denn diese werden Sie unter Umständen für verrückt erklären oder zum Verschwörungstheoretiker abstempeln. Diese Menschen können mit Veränderungen in ihrem Umfeld nicht umgehen und verurteilen diese daher in der Regel, was besonders im familiären Kreis zu derben Belastungen ausarten kann. Gehen Sie dem einfach aus dem Weg, bis Sie Ihren Weg gefunden haben.

Der Ausweg Phase 2

Sie sind nun hoffentlich an einem Punkt angekommen wo Sie realisiert haben, daß Veränderung dringend notwendig ist. Nun steht die Frage, wie stellen Sie das am besten an? Hier gilt es nicht die üblichen Fehler zu machen. Meist wird an dieser Stelle ein Gegner / Feind / Feindbild kreiert und ausgesucht, gegen den es zu Felde zu ziehen gilt. Und schon sind Sie in der Falle!

Um dies verständlich zu machen will ich ein Beispiel geben. Sie haben erkannt, daß Ihr Lieblingsessen von der Firma XY mit Giften verseucht ist und wollen diesen Umstand ändern. Sie können nun gegen dieses Unternehmen zu Felde ziehen, in der Hoffnung, daß nach deren Beseitigung alles wieder in Ordnung ist. Sie planen Aktionen gegen dieses Unternehmen und führen diese regelmäßig durch. Was wird geschehen? Richtig, das Unternehmen wird sich wehren. Sie müßen also viel Kraft aufwenden um in dem dann folgenden Hin und Her bestehen zu können. Ihre Energie wendet sich gegen etwas! Wie wird dabei Ihre Motivation aussehen, wenn sich das über viele Monate hinzieht und dabei nur wenige Erfolge sichtbar sind?

Fangen wir daher die Sache an aus einer anderen Überlegung neu zu planen. Sie könnten sich etwas einfallen lassen wie Sie Ihr Lieblingsessen selbst erzeugen oder jemanden suchen, der es so für Sie produziert, wie Sie es haben wollen. Mit welcher Gegenwehr ist dabei zu rechnen? Richtig, im Normalfall mit keiner, denn Sie wollen ja nicht gegen etwas anrennen, sondern etwas erzeugen. Dies ist ein kreativer Vorgang der zwar auch Energie benötigt, aber diese wird dabei ausschließlich in die Erzeugung gesteckt. Sie wenden Ihre Energie also für etwas auf! Dabei haben Sie zusätzlich den Erfolg, daß Sie sofort sehen können, was Sie schon geschafft haben. Ihre Motivation und Freude wird sich also deutlich steigern.

Der Unterschied in der Energiebilanz ist, je nach Sachlage mehr oder weniger deutlich sofort zu erkennen. Und am Ende steht im zweiten Beispiel immer ein Erfolg, der keinen Verlierer produziert hat. Sie haben sich also keinen Feind geschaffen, was im ersten Beispiel auf jeden Fall geschieht und im Rahmen der Naturgesetze eine Wirkungskette auslöst, die Sie noch lange verfolgen wird. Wenn Sie jetzt dieses Beispiel fortsetzen, dann werden immer mehr Menschen Ihrem Beispiel folgen und eines Tages macht die Firma XY, wegen fehlender Gewinne zu. Dies geschieht dann ohne Kampf und obendrein kann es sein, daß die ArbeiterInnen oder gar der/die ChefIn erkennen, daß Ihr Weg der bessere ist und Ihnen folgen.

Nehmen wir der Vollständigkeit halber an, daß auch Ihre erste Aktion gegen die Firma XY nach monatelangen Aktionen eine Veränderung nach sich zieht. Was wird wahrscheinlich geschehen? Richtig, es wird ein Gesetz gegen diese Firma XY erlassen und diese muß jetzt bestimmte Grenzwerte einhalten. Werden diese überschritten, dann sind Bußgelder fällig. Damit sind weiter Aktionen sinnlos geworden, denn Sie haben den Gesetzgeber zum Handeln gezwungen. Der größte Teil Ihrer Mitstreiter wird sich damit zufrieden geben, aber letztendlich ist noch immer Gift in Ihrem Lieblingsesse, wenn auch weniger als vorher.

Sie können grundsätzlich nur ernten, was Sie gesät haben. Sähen Sie kreative, schöpferische Energie, wird in Folge des Resonanzgesetzes auch eine Entsprechende Ernte zu erwarten sein. Sähen Sie dagegen Gewalt, so wird entsprechende Energie Ihre Ernte prägen. So einfach ist das.
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