30 August 2013

50 000 Freiwillige nach Syrien: Ruft Putin zu den Waffen?


 
 
 von Gerhard Wisnewski
Nun lassen Sie uns hier mal Klartext reden: In Syrien geht es nicht um Demokratie, Diktatur, Menschenrechte, das Volk und ähnliche Seifenblasen. Es geht auch nicht um Chemiewaffen. Es geht um eine uralte Geschichte, nämlich um Fressen und Gefressenwerden. Es geht um die Machtfrage auf dem Globus. Und wie hier bereits berichtet, kann und darf Russland diesmal nicht nachgeben, oder der gesamte Erdball ist verloren, einschließlich Russland und China selbst. 


»Wir haben es mit einem regelrechten Ansturm zu tun«, meinte der ukrainische Ex-Oberst zu Voice of Russia. »Auf allen Kanälen bekommen wir Anfragen von Menschen, die dem Korps beitreten wollen, hauptsächlich aus Russland, Weißrussland und sogar Moldawien«, so Rasumowski. Und in dem erwähnten YouTube-Aufruf sagte er: »Wir verfügen über 72 Offiziere in der Ukraine und können leicht eine Reihe von Subdivisionen bilden. Diese Subdivisionen werden die Probleme mit der verfassungsmäßigen Ordnung in Syrien lösen.« Finanziert werden soll der Einsatz von Syrien. Als Gegenleistung fordert Rasumowski eine Versicherung für die Familien der Söldner und dass Syrien den Kämpfern nach dem Krieg an einem Ort ihrer Wahl ein Haus baut: »Das kann die Ukraine, Montenegro, Serbien oder jeder andere Ort sein. Wenn wir nach dem Krieg zurückkehren, werden wir den Platz wählen, an dem wir leben wollen.« Man habe sowohl an die syrische Regierung als auch an den syrischen Botschafter in der Ukraine und den Kommandeur der russischen Schwarzmeerflotte ein offizielles Ersuchen geschickt, beim Transport der Freiwilligen nach Syrien zu helfen. Rasumowski: »Man muss etwas tun, dessen man sich später nicht schämt.«
Wie wahr. Aber die Frage lautet natürlich: Ist das nicht nur ein durchgeknallter Abenteurer, der da spricht? Wohl kaum. Denn sonst würde Voice of Russia eine so hochbrisante Angelegenheit wohl nicht zum Thema machen. Schließlich ist die Stimme Russlands eine »russische Staatliche Rundfunkgesellschaft«. Ein Blogger kommentierte Rasumowskis Initiative denn auch mit den knappen Worten: »Go Putin!«
 Quelle: Kopp-online vom 30.08.2013

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