15 März 2011

Zustände an deutschen Schulen


Leserzuschrift (Auszug):

[Zitat]: Es tut mir leid, wenn es jetzt ein wenig lang wird. Aber ich muss mir einfach ‘mal meinen Frust von der Seele schreiben. In mir kommt derzeit ein Hass auf, den ich so noch nicht kannte. Ich mache gerade eine Erfahrung durch, die ich bisher nur Fernsehberichten über die „Rütli-Schule“ in Berlin-Neukölln kannte.

Derzeit befinde ich mich noch im Referendariat auf einem Berufskolleg. Meine bisherigen Zwischenbenotungen waren durchweg positiv und ich habe mich der Aufgabe bisher auch immer gewachsen gefühlt und niemals an meiner Berufswahl gezweifelt. Aufgrund meiner bisherigen Leistungen, meinem fortgeschrittenen Alters (über 30) und meiner mitgebrachten erzieherischen und ausbildenden Erfahrung als Offizier der Bundeswehr, wurde mir dieses Jahr neben meiner herkömmlichen Referendar-Tätigkeit bereits ein eigener Kurs anvertraut, den ich ohne Beistand von schon ausgebildeten Lehrkräften verrichte und den ich mehr oder weniger freiwillig angenommen habe. Grund hierfür war zum einen das nette Zureden meines Schulleiters, der laut seiner Aussage großes Vertrauen in meine Lehrfähigkeiten hat und meinte, ich sei menschlich genau der richtige für diesen Kurs (was mir damals sehr geschmeichelt hat, mich aber schon da hätte aufhorchen lassen sollen), zum anderen aber auch, da für diese Mangelfach derzeit keine Krankheitsvertretung auffindbar ist und am allerwichtigsten, wie sich später herausstellen sollte, dies wohl seither als Problemkurs verschrien wurde, da meist Problemschüler dieses Fach zwangsweise wählen und sich hier ein laues Leben erhoffen und andere Lehrer meiner Schule lieber irgendwelche AGs zusätzlich leiten, als sich diesen Kurs anzutun (dies wurde mir aber erst später von Kollegen mitgeteilt, nachdem sich erste Ermüdungserscheinungen bei mir sichtbar machten). So weit zur Vorgeschichte…

Die Klasse setzt sich aus 28 Schülern zusammen: 19 davon muslimisch (Türken, Araber, Perser), 5 russisch/osteuropäisch und 4 Deutsche. Gerade ‘mal 3 weibliche Schüler dabei.

Schon zur ersten Unterrichtsstunde wusste ich, das wird anders werden, als meine bisher durchlaufenden Klassen als Referendar. In der ersten Stunde waren es erst optische Eindrücke, die diesen Kurs von anderen Kursen unterschied. Der hohe Ausländeranteil zum einen (normal sind bei uns etwa 1/3), aber auch die Art und Weise, wie diese sich hier in diesem Kurs zu kleiden verstehen: Ein durchweg aggressiver, übercooler Kleidungsstil, in Art des typischen Straßengangsters. Jeder kann sich wohl vorstellen was ich meine. Aber jede Generation hat ihren Stil und Toleranz für die Jugend sollte man als Lehrer wohl aufbringen.

Lassen wir aber an dieser Stelle die Oberflächlichkeiten bei Seite und kommen zu weit tiefgehenderen Problemen, welche ich nun der Dreistigkeit aufsteigend auflisten möchte und dabei meine Gegenmaßnahmen nenne (jugendpädagogisch allerdings nicht lehrbuch-artig und nicht zum Nachahmen empfohlen):

- der Krankenstand ist mit etwa 25% zu beziffern. Von den restlichen 75% kommt die Hälfte der Schüler durchweg zu spät (>5 Minuten) / versuchte Gegenmaßnahmen: gegen Krankmeldungen kann man nichts machen; gegen die Zuspätkommer wurden zuerst Droheinträge vorgenommen (kein Erfolg), für die zu spät kommende Unterrichtsstunde eine 6 verteilt (kein Erfolg), beim Direktor melden (kein Erfolg), Zwangshausaufgaben erteilt (kein Erfolg), Nachsitzen (großer Erfolg, jedoch nach Beschwerden an die Schulleitung wurde mir diese Möglichkeit genommen)

- zugehört wird nicht, wobei ich den Kurs wenigstens von einer anfänglichen Schreilautstärke auf Flüsterlautstärke bringen konnte / Gegenmaßnahme: Eine volle Unterrichtsstunde wurde von mir ebenfalls in Brüll-Lautstärke geführt und in späteren Unterrichtsstunden hat sich meine Stimme immer wieder dazu entwickelt, wenn sich ein Lauterwerden der Klasse bemerkbar machte

- selbst einfachster Unterrichtsstoff will nicht verstanden werden / Gegenmaßnahmen: sich dem Niveau anpassen (kein Erfolg, das Niveau wird nur noch schlechter), gute Unterrichtsmaterialien besorgt (kein Erfolg, wird nicht angenommen), leichte Hausaufgaben mit Lösungshinweise gegeben (kein Erfolg, werden nicht gemacht), Schüler durch Tests oder an die Tafel holen und in Leistungsdruck setzen (kein Erfolg, Nichtskönnen ist „cooler“!)

- Hausaufgaben werden kollektiv nicht gemacht, zu beginn hatten vier Schüler (deutsch!!!) wenigstens die Aufgaben versucht zu erledigen, wurden daraufhin aber von den Mitschülern beim Vortragen oder Abgeben ausgebuht, mit Gegenständen beschmissen und fortlaufend gemobbt / Gegenmaßnahme: Hausaufgaben mit Note bewerten (kein Erfolg); Hausauf-gaben vortragen lassen und öffentlich zur Rede stellen (kein Erfolg), Verweis zum Direktor (kein Erfolg)

- Mobbing der deutschen Schüler / Gegenmaßnahme: sofort eingeschritten und die Täter zurechtgewiesen (kein Erfolg, Deutsche Schüler haben sich seit diesem Vorkommnis nicht mehr am Unterricht beteiligt und sich duckmäuserisch verhalten, sich immer wieder mit Gegenständen beschmeißen lassen und seither nichts gelernt, wobei ich aufgrund ihrer versuchten Motivation zu Beginn auf Interesse oder zumindest Pflichtbewusstsein schließen muss)

- es wird untereinander nicht in Deutsch gesprochen / Gegenmaßnahme: Zur Rede stellen, auf Diskussion einlassen und zurechtweisen (kein Erfolg, Zitat: „Warum söllen wir hier Deutsch schpreschen? Wir schpreschen doch hier eh‘ alle Türkisch und in 50 Jahren wird eh‘ keiner von eusch deutschen Schweinefressern Deutsch schpreschen und ihr müsst unsere Schprache lernen“).

- ich selber wurde in ausländischen Sprachen beschimpft, beleidigt und/oder bewitzelt / Gegenmaßnahme: Zurechtweisen (kein Erfolg, mir wird hämisch ins Gesicht gelacht und behauptet, man hätte mir nur „Komplimente“ gemacht…)

- Schlägerei im Unterricht, vier Ausländer gehen auf deutschen Mitschüler los, bedrohen diesen und einer verpasst ihm eine Kopfnuss / Gegenmaßnahme: körperlicher Eingriff meinerseits, Arm umgedreht, auf dem Boden Bewegungsunfähig gemacht, dabei den anderen drei Tätern brüllend klargemacht, dass keiner es wagen solle, einen Schritt auf mich zu machen, Handy von einer Mitschülerin geben lassen und Polizei gerufen. Schüler wurden beim Eintreffen der Ordnungskräfte zum Direktor geführt. Mir wurde jetzt mit Anzeige seitens der Schüler gedroht und nur durch die Nachsicht und Mediation meines Schulleiters habe ich meinen Weiterverbleib im Referendariat sichern können. Die gewalttätigen Schüler müssen aber bis Halbjahresende im Kurs verweilen und der Fall wird vorerst ad acta gelegt.

- fortlaufendes Mobbing der deutschen Schüler durch Schmeißen von Gegenständen, Be-spucken und üblichen deutschfeindlichen verbalen Entgleisungen / Gegenmaßnahme: alle vier Deutschen Schüler wurden letzte Woche von mir aus der Klasse genommen und ver-weilen derzeit in einem parallel laufenden Kurs eines höheren Jahrgangs (Direktor hat dem zugestimmt)

Berufswahl/Berufswunsch dieser Schüler: Gangster!

[Ende des Zitats]

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